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Google Merchant Center: So erscheinen die Produkte Ihres WooCommerce-Shops kostenlos bei Google

Google zeigt Produkte von Onlineshops nicht nur in Anzeigen. Kostenlose Produkteinträge erscheinen in der Google Suche, in Google Bilder und auf dem Shopping-Tab, und für einen Klick zahlen Sie nichts. Voraussetzung sind drei Dinge: ein Konto im Merchant Center, eine Shop-Website, die die Anforderungen von Google erfüllt, und Produkte, die aus Ihrem Shop übertragen werden.

Die Zitate und Regeln unten stammen aus der deutschen Merchant Center-Hilfe von Google, abgerufen am 26. Oktober 2026, und von der Seite des Plugins Google for WooCommerce auf WordPress.org. Bei jedem Punkt steht, woher er kommt. Die Oberfläche des Merchant Centers ändert sich öfter als die Hilfe: Heißt eine Schaltfläche bei Ihnen anders, suchen Sie den entsprechenden Bereich.

Was kostenlose Produkteinträge sind

Aus denselben Produktdaten, aus denen die bezahlten Shopping-Anzeigen entstehen, erstellt Google auch kostenlose Einträge (englisch „Free Listings“). Die Merchant Center-Hilfe nennt sie Produkteinträge: „Mit einem Produkteintrag können die von Ihnen verkauften Produkte kostenlos in der Google Suche, auf Google Maps, über Gemini, auf YouTube, auf dem Shopping-Tab, in Google Bilder und in Google Lens angezeigt werden.“ Ein Klick führt zur Produktseite in Ihrem Shop und kostet nichts. Eine Kampagne in Google Ads brauchen Sie dafür nicht.

Zwei Dinge sagt die Hilfe ausdrücklich:

  • In neuen Konten sind Produkteinträge von Anfang an aktiviert. „Wenn Sie ein neues Merchant Center-Konto erstellen, sind Produkteinträge standardmäßig aktiviert.“ Den Status sehen Sie im Merchant Center unter Marketing → Marketingmethoden auf der Karte „Produkteinträge“.
  • Eine Platzierung ist nicht garantiert. Der Status ist laut Hilfe „keine Garantie dafür, dass Ihre Produkte auch tatsächlich potenziellen Kunden präsentiert werden“, denn Google ordnet Ihre Produkte anhand der Daten, die Sie senden, den Suchanfragen zu. Es kommt also auf diese Daten an. Mehr dazu weiter unten.

Deutschland, Österreich und die Schweiz stehen auf der Liste der Länder, in denen Produkteinträge möglich sind (Merchant Center-Hilfe).

Schritt 1: ein Konto im Merchant Center und eine bestätigte Shop-Website

„Das Merchant Center ist ein kostenloses Tool“ (Einführung in das Merchant Center). Bei der Einrichtung geben Sie zuerst Informationen zu Ihrem Unternehmen ein, dann Zahlungs- und Versandoptionen, und zum Schluss wählen Sie, wie die Produkte ins Merchant Center gelangen. Das Land Ihres Unternehmens legen Sie nur einmal fest: „Das bei der Kontoeinrichtung ausgewählte Land kann später nicht mehr geändert werden.“

Danach muss Google wissen, dass der Shop Ihnen gehört. Das sind zwei Schritte in einem Vorgang (URLs für Onlineshops bestätigen): Mit der Bestätigung weisen Sie nach, dass Sie Inhaber der Website sind, und mit dem Beanspruchen wird die URL für Ihr Konto reserviert. „Eine einzelne URL kann jeweils nur von einem Konto beansprucht werden.“ Der Weg: Einstellungen → Unternehmensinformationen → „Onlineshop bearbeiten“ → „Weiter“. Bestätigen können Sie über Ihre E-Commerce-Plattform, per E-Mail, mit einem HTML-Tag oder einer HTML-Datei, über Google Tag Manager oder über Google Analytics.

Schritt 2: eine Shop-Website, der Google vertraut

Google prüft nicht nur die Produkte, sondern auch den Shop. Aus den Merchant Center-Richtlinien:

  • Leicht auffindbare Kontaktdaten. „Machen Sie Ihre Kontaktdaten auf Ihrer Website deutlich sichtbar.“ Das kann ein Kontaktformular sein, eine E-Mail-Adresse, eine Telefonnummer oder ein Link zu Ihrem Unternehmensprofil in den sozialen Medien.
  • Klare Rückgabebedingungen. „In Ihren Richtlinien muss die Abwicklung von Rückgaben und Erstattungen genau erklärt werden.“ Geben Sie an, unter welchen Bedingungen und innerhalb welcher Frist Sie eine Rückgabe annehmen und wann der Kunde sein Geld zurückbekommt. Das gilt auch für Shops, die keine Rückgaben anbieten, etwa im B2B-Handel.
  • Ein sicherer Bezahlvorgang. Personenbezogene Daten dürfen nur auf einer SSL-geschützten Seite erhoben werden. Zum Bezahlvorgang heißt es: „Im Interesse der Sicherheit Ihrer Kunden müssen Sie den Bezahlvorgang mit einem gültigen SSL-Zertifikat schützen“ (Anforderungen an den Bezahlvorgang). An der Kasse muss „mindestens eine konventionelle Zahlungsmethode“ zur Verfügung stehen, etwa per Kredit- oder Debitkarte, auf Rechnung oder per Nachnahme, und der Kauf muss sich abschließen lassen.
  • Versandkosten im Merchant Center. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist diese Angabe Pflicht: „Sie müssen die Versandeinstellungen einrichten oder Versandkosten mit dem Attribut ‚Versand‘ [shipping] in den folgenden Ländern hinzufügen“, und auf der Liste stehen alle drei (Produkteinträge). Sie finden die Einstellungen im linken Menü unter Versand und Retouren. Google empfiehlt, dort auch Ihre Rückgabebedingungen einzutragen („Rückgabebedingungen“ → „Rückgabebedingungen hinzufügen“).

In WooCommerce sind die Seiten mit Kontaktdaten (in Deutschland meist das Impressum), Rückgabebedingungen und Versandkosten normale WordPress-Seiten. Am einfachsten verlinken Sie sie in der Fußzeile. Dann sind sie von jeder Seite des Shops aus erreichbar, auch von der Produktseite, auf der ein Kunde über Google landet.

Was Google nicht duldet, beschreibt die Richtlinie „Falschdarstellung“, unter anderem: eine falsche Identität, einen falschen Unternehmensnamen oder falsche Kontaktdaten, versteckte Kosten und Zahlungsbedingungen, eine verweigerte Rückgabe entgegen den eigenen Bedingungen und das Nachahmen fremder Marken. Bei schwerwiegenden Verstößen wird das Konto „sofort ohne vorherige Warnung gesperrt“, bei allen anderen erhalten Sie die Warnung „mindestens 7 Tage vor der Kontosperrung“. Ist das Konto gesperrt, erscheinen Ihre Produkte nicht mehr auf Google.

Nach der Korrektur beantragen Sie eine Überprüfung (Überprüfung Ihrer Probleme beantragen): Produkte → Tab „Überprüfung erforderlich“ → „Probleme im Zusammenhang mit Einrichtung und Richtlinien ansehen“, dann „Ich habe das Problem behoben“ oder „Meiner Meinung nach liegt kein Problem vor“ und „Überprüfung anfordern“. „Die Überprüfung kann bis zu sieben Arbeitstage dauern.“ Die Option „Meiner Meinung nach liegt kein Problem vor“ steht Ihnen unter Umständen nur einmal zur Verfügung. Bestehen die Probleme nach dem zweiten Versuch weiter, kann eine einwöchige Wartezeit beginnen, die sich nach jeder erfolglosen Überprüfung verlängern kann. Bringen Sie die Shop-Website deshalb vor dem ersten Hochladen in Ordnung, nicht erst nach einer Sperrung.

Schritt 3: Produkte aus WooCommerce

Der einfachste Weg ist Google for WooCommerce, ein kostenloses Plugin von WooCommerce mit mehr als 800.000 aktiven Installationen im Plugin-Verzeichnis von WordPress.org (Version 3.10.0 vom 20. Oktober 2026). Die Plugin-Seite gibt es nur auf Englisch. Dort steht: „Sync your WooCommerce product feed to Google Merchant Center“ (Synchronisieren Sie Ihren WooCommerce-Produktfeed mit dem Google Merchant Center) und „Once you sync your store it’s automatically listed on Google“ (Sobald Sie Ihren Shop synchronisiert haben, erscheint er automatisch auf Google). Eine Werbekampagne ist also nicht nötig. Auch die Oberfläche des Plugins ist auf Englisch. Neuere Versionen sprechen dort von „product feed“ statt von „free listings“. Nach dem Wort „free“ suchen Sie in den Einstellungen also vergeblich.

Seit Version 2.9.0 liest das Plugin die GTIN aus dem WooCommerce-Feld „GTIN, UPC, EAN oder ISBN“ (Produkt bearbeiten → Produktdaten → Lagerbestand). Bei einem variablen Produkt hat jede Variante ihre eigene Nummer. Mehr dazu auf der Seite WooCommerce-Produkt ohne GTIN.

Andere Shopsysteme haben ihre eigene Anbindung an Google. Außerdem können Sie Produkte auf diesen Wegen in das Merchant Center hochladen (Produkte in das Merchant Center hochladen, Produkte → „Alle Produkte“ → „Produkte hinzufügen“): eine Produktdatei aus einem anderen Feed-Plugin, Google Tabellen, das automatische Hinzufügen von Produkten aus Ihrem Onlineshop (dafür brauchen alle Produktseiten strukturierte Daten nach schema.org, und die Website muss bestätigt sein) oder die Merchant API.

Dauer der Prüfung. „Bei Shopping-Anzeigen kann die Überprüfung 3–5 Tage dauern, bei anderen Funktionen wie Produkteinträgen einige Wochen.“ (Produktstatus)

Was Google bei einem Produkt ablehnt oder einschränkt

Konto und Shop sind die Eintrittskarte. Danach prüft Google jedes Produkt einzeln.

  • Pflichtfelder für jedes Produkt (Produktdatenspezifikation): ID, Titel (bis 150 Zeichen), Beschreibung (bis 5.000 Zeichen), Link, Bildlink, Verfügbarkeit und Preis. Dazu die Marke bei neuen Produkten und der Zustand bei gebrauchten und generalüberholten.
  • Preis und Verfügbarkeit wie auf der Website. Die Hilfe zum nicht übereinstimmenden Produktpreis sagt: „Die im HTML-Code angegebenen Preise müssen genau mit denen übereinstimmen, die im Merchant Center hochgeladen wurden.“ Dasselbe gilt für die Verfügbarkeit (Nicht übereinstimmende Produktverfügbarkeit). Bei abweichenden Preisen droht nicht nur die Ablehnung des Produkts, sondern auch die Sperrung des Kontos.
  • Ein Foto ohne Zusätze (Bildlink): keine Wasserzeichen und Overlays, keine Preise und Werbetexte, keine nachträglich eingefügten Logos, keine Rahmen und keine Platzhalter wie „Demnächst verfügbar“. Die Datei darf höchstens 16 MB groß sein. Ab dem 31. Januar 2027 muss jedes Bild mindestens 500 × 500 px groß sein (Aktualisierung der Produktdatenspezifikation). Bis dahin genügen 100 × 100 px, bei Bekleidung 250 × 250 px. Bilder unter 500 × 500 px markiert das Merchant Center schon jetzt mit der Warnung „Bild zu klein für die bevorstehende Durchsetzung“ (Problemlösung: Bild zu klein). Google nennt für diese Warnung zwei Startdaten: Juli 2026 auf der Hilfeseite zur Warnung und den 14. April 2026 auf der Seite zur Aktualisierung der Spezifikation. Dort heißt die Warnung „Bild zu klein für die bevorstehende Maßnahme“. Was diese Warnung bedeutet: Image too small for upcoming enforcement (Seite auf Englisch). Welche Fotos in Ihrem Shop betroffen sind, zeigt die Prüfung Foto zu klein für Google im kostenlosen Plugin Merchlint.
  • Die GTIN, wenn der Hersteller eine vergeben hat (GTIN): „Wenn dem Produkt allerdings eine GTIN zugewiesen ist und Sie diese nicht angeben, könnte das Produkt abgelehnt werden.“ Fehlt die GTIN oder ist sie falsch, „kann die Sichtbarkeit eingeschränkt sein“. Eine GTIN dürfen Sie nicht selbst erfinden. Für einen Artikel ohne GTIN (Handarbeit, Eigenproduktion) geben Sie Marke und MPN an.

Wie Sie jedes dieser Probleme in WooCommerce finden, Feld für Feld, steht auf der Seite Produkte im Google Merchant Center abgelehnt? Die WooCommerce-Felder dahinter.

Wo Sie das Ergebnis sehen

  • Produktstatus: Produkte → „Alle Produkte“, Spalte „Status“: „Wird überprüft“, „In Bearbeitung“, „Genehmigt“, „Eingeschränkt“ oder „Nicht genehmigt“ („Das Produkt kann nicht auf Google präsentiert werden.“). Die Probleme finden Sie im Tab „Überprüfung erforderlich“.
  • Klicks aus Produkteinträgen: Analytics → Produkte, unter der Karte „Meine Produkte“ → „Alle ansehen“, Filter „Traffic“ → „Organischer Traffic“: Impressionen, Klicks und CTR (Produktleistung).

Prüfen Sie Ihren Katalog, bevor Sie ihn an Google senden

Das Merchant Center zeigt Ablehnungen erst, nachdem Sie die Produkte gesendet haben, und die Prüfung dauert Tage oder Wochen. Manche Probleme lassen sich schon vorher von außen erkennen. Die Shop-Prüfung ohne Installation (Seite auf Englisch) liest den öffentlichen Katalog eines WooCommerce-Shops und zeigt Produkte ohne Preis oder ohne Kaufmöglichkeit, Produkte ohne eigenes Foto, dasselbe Hauptfoto bei vielen Produkten, Hauptfotos unter 500 × 500 px und ausverkaufte Produkte, die noch im Katalog stehen. Ohne Installation, ohne Konto, ohne Zugriff auf Ihren WordPress-Administrationsbereich.

Die GTIN sieht man von außen nicht. Das kostenlose Plugin Merchlint listet Produkte und Varianten ohne GTIN, doppelte GTINs und Fotos auf, die für Google zu klein sind. Es greift nur lesend zu und ändert in Ihrem Shop kein einziges Byte.


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